Online-Vortrag: Israel 2020 – Chancen und Herausforderungen

Vortrag von Uriel Kashi
 
Zeit: Mittwoch, 15. Oktober 2020, 19 Uhr
Ort: Online aus Jerusalem
 
Veranstalterin: DIG Region Stuttgart e.V.
 
Anmeldung: Bitte per E-Mail an baerbel.illi@t-online.de

 

Während sich die Welt mit der Covid-19-Pandemie und ihren weitreichenden Auswirkungen befasst, überschlagen sich in Israel und im Nahen Osten die Ereignisse: In seinem Vortrag für die DIG-Stuttgart skizziert Uriel Kashi die Entwicklungen der letzten Monate und geht dabei vorab auf die innenpolitischen Entwicklungen in Israel ein. Hierzu gehört die Frage, wie sich die neue „Einheitsregierung“, die im April nach drei Wahlgängen gebildet wurde, entwickelt, und inwiefern die andauernden Anti-Netanyahu Demonstrationen auch ein Resultat der zunehmenden Spaltung der israelischen Gesellschaft entlang politischer und religiösen Linien darstellt.

In einem zweiten Teil geht er auf die außenpolitischen Chancen ein, die die offizielle Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie mit Bahrain mit sich bringen, weist jedoch gleichzeitig auf die Gefahren hin, denen Israel an der Grenze zum Gazastreifen aber insbesondere an der israelisch-libanesischen Grenze durch die iranisch finanzierte Hisbollah ausgesetzt ist.

Uriel Kashi lebt als freier Autor, Dozent und Reiseleiter in Jerusalem. Einige seiner Texte zu Israel finden sich auf seiner Homepage unter www.reiseleiter-israel.de

Spendenaufruf: Für die Menschen Israels

Die DIG Region Stuttgart empfiehlt Ihnen, zu Ehren von Fritz Bauer für die Menschen in Israel spenden. Als DIG Region Stuttgart beteiligen wir uns am Spendenaufruf von Keren Hayesod.
 

 
Ihre Spende senden Sie bitte in der Zeit vom 13.September 2020, ab 15:00 Uhr, bis 15.September 2020 über diesen Charidy-Link via Paypal oder Kreditkarte an Keren Hayesod. Das Geld wird verwendet für eine neue, betreute Wohnanlage für Holocaustüberlebende und ältere Neueinwanderer mit insgesamt 111 Wohnungen und Clubräumen in Beer Sheva. Drei Etagen der Wohnanlage sollen den Namen von Fritz Bauer tragen. Fritz Bauer, war Hessischer Generalstaatsanwalt und Initiator der Auschwitz-Prozesse. Er lieferte Israel entscheidende Hinweise zur Ergreifung Adolf Eichmanns.

Finden Sie das Projekt gut? Möchten Sie auch persönlich in Ihrem Bekanntenkreis für Spenden werben? Dann fordern Sie bitte bei info@dig-stuttgart.net weitere Informationen an, die Sie dabei unterstützen.

Online-Vortrag: Zur Psychoanalyse des Antisemitismus

Vortrag von Dr. Sebastian Winter
 
Zeit: Mittwoch, 23. September 2020, 19 Uhr
Ort: Online
 
Veranstalterinnen: Junges Forum der DIG Region Stuttgart e.V., Deutscher Koordinierungsrat der GCJZ, Haus der katholischen Kirche Stuttgart, Emanzipation und Frieden e.V.
 
Anmeldung: Bitte per E-Mail an bastian.witte@dig-stuttgart.net

 

Antisemitismus ist nicht nur „Vorurteil“. Er ist eine affektive Haltung, die es erlaubt, gegen „die da oben“ scheinbar zu rebellieren und sich dabei einzufügen in eine als konfliktfrei imaginierte (völkische) Gemeinschaft. Den unbewussten Dynamiken hinter der antisemitischen Haltung soll auf dieser Veranstaltung mit psychoanalytisch-sozialpsychologischen Theorien nachgegangen werden.

Dr. Sebastian Winter verwaltet derzeit eine Professur an der Hochschule Hannover. Er ist Mitglied der Gesellschaft für psychoanalytische Sozialpsychologie und Mitherausgeber der Zeitschrift „Freie Assoziation“.

Pressemitteilung: Friedensschluss zwischen den VAE und Israel ist historischer Schritt hin zu Frieden und Sicherheit

Der Bundesverband der Deutsch-Israelischen Gesellschaft hat den Friedenschluss zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel als „histortischen Schritt hin zu Frieden und Sicherheit bezeichnet“. Die Pressemitteilung im Wortlaut:

„Dies ist ein historischer Schritt mit enormen Chancen für die künftige Entwicklung der gesamten Nahost-Region. Der Friedensschluss zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel, die Aufnahme diplomatischer Beziehungen und damit die offizielle Anerkennung Israels durch die VAE ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden im Nahen Osten. Das Abkommen ist ein weiterer Beleg für den aufrichtigen Friedenswillen Israels. Am Zug sind jetzt die Unwilligen, die ihre eigene Unfähigkeit zum Kompromiss jahrzehntelang der israelischen Seite in die Schuhe geschoben haben. Wo Frieden gewollt ist, ist dieser auch möglich. Dies zeigen Israel und die VAE mit ihrer Vereinbarung“, so äußerte sich heute der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Uwe Becker.

„Die langsame und eher inoffizielle Annäherung einzelner arabischer Staaten gegenüber Israel in den zurückliegenden Jahren kann nun auch auf offizieller Ebene ausgebaut werden, was die Sicherheit und Stabilität in der gesamten Region erhöhen kann. Gleichzeitig kann dieses Abkommen einen Schub für die wirtschaftliche Kooperation und damit für die Prosperität der Region in Zeiten auch des wirtschaftlichen Umbaus des arabischen Raums in den kommenden Jahren bedeuten“, erklärte DIG-Präsident Uwe Becker.

„Die starke Rolle, die die Vereinigten Staaten von Amerika beim Zustandekommen dieses Abkommens eingenommen haben, verdient Dank und Anerkennung und sollte für die Europäische Union ein Grund des Ansporns in der eigenen Nahost-Politik sein. Die barsche Reaktion der Palästinensischen Seite auf dieses Abkommen entlarvt den fehlenden Friedenswillen von Mahmoud Abbas. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat sich in der vermeintlichen Opferrolle eingenistet und will diesen Status ganz offensichtlich nicht aufgeben. Die EU sollte jetzt endlich den notwendigen Druck auf die PA ausüben und diese dazu bewegen, mit eigenen Friedensvorschlägen an den Verhandlungstisch mit Israel zu kommen. Die Europäischen Hilfen an die PA müssen künftig klar mit der Forderung nach Verhandlungen verbunden werden, nur diese Sprache scheint man in Ramallah zu verstehen“, so DIG-Präsident Uwe Becker abschließend.

Berlin, den 14. August 2020