Vortrag: Israelische Sicherheitspolitik

Warum sie auch unter einer anderen Regierung nicht grundsätzlich anders sein kann

Vortrag von Prof. Dan Schueftan Ph.D.

Zeit: Mittwoch, 4. März 2020, 19 Uhr

Ort: Haus der Wirtschaft, Konferenzraum Reutlingen
Willi-Bleicher-Str. 19, 70174 Stuttgart

Eintritt: frei

Veranstalterinnen: DIG Region Stuttgart e.V., Reinhold-Maier-Stiftung

Anmeldung erforderlich: Hier anmelden

oder telefonisch 030 22012634 oder Mail service@freiheit.org

Am 2.3.2020 wird in Israel wieder gewählt. Manche erhoffen sich, dass eine anders zusammengesetzte Regierung den Weg zu Verhandlungen und Konfliktlösung im Nahen Osten frei macht. Wie realistisch ist die Vorstellung, der israelisch-arabische Konflikt hänge allein von der israelischen Seite ab? Ist es nicht auch die längst überfällige, ernsthafte Bekämpfung des globalen Antisemitismus, die über Krieg und Frieden in Nahost entscheidet?

Der Zionismus und der Staat Israel entwickeln sich seit über hundert Jahren auch ohne einen historischen Kompromiss, welchen die Palästinenser ablehnen. Solange diese immer wieder zu Feindschaft, Opferhaltung und Gewalt neigen, ist zu erwarten, dass auch Israel in absehbarer Zukunft ihnen mit Gewalt die Möglichkeit nehmen wird, das Leben im jüdischen Staat zu stören. Der Referent wird auch auf Fragen zur aktuellen Sicherheitspolitik Israels eingehen.

Prof. Dan Schueftan Ph.D. ist Direktor des Studienzentrums für Nationale Sicherheit an der Universität Haifa und war Berater des Israelischen Nationalen Sicherheitsrats. Von 2012 bis 2014 war er Gastprofessor am Institut für Staatwissenschaften an der Georgetown University in Washington D.C. Regelmäßig berät er Ausschüsse des Kongresses in Washington D.C. sowie europäische Regierungen, Nachrichtendienste, Forschungseinrichtungen und Think Tanks in Fragen der Nahostpolitik und Sicherheitspolitik. Zudem ist er als Dozent an der Landesverteidigungsakademie der Israelischen Streitkräfte tätig. Seit vielen Jahren kommt er zu Vorträgen nach Deutschland, um in deutscher Sprache über die Entwicklungen im Nahen Osten zu informieren.

Offener Brief an die Staatsgalerie: Banksy – unfaire Botschaften zurückweisen

Die DIG empfiehlt den PodiumsdiskutantInnen, die am 29. Januar 2020 in der Staatsgalerie über Banksys Werk reflektieren, sich mit seinen antiisraelischen Botschaften kritisch zu befassen.

Zu Weihnachten 2019 wurde eine neue Installation von ihm im Walled Off Hotel in Bethlehem präsentiert, das Jesuskind in der Krippe liegend vor der Sicherheitsmauer. Das Walled Off Hotel selbst, das Banksy erbauen ließ und in dem alle Gäste unmittelbar auf die Sicherheitsmauer in Bethlehem blicken, will auch anklagendes Kunstwerk sein.

Wir erinnern daran, dass die Sicherheitsmauer in Folge der zweiten Intifada gebaut wurde, in der zwischen 2000 und 2005 mehr als Eintausend Israelis getötet und Achttausend verletzt wurden. Der Terrorexport aus der Westbank nach Israel konnte durch die Mauer eingedämmt werden, sie erfüllt also ihren Zweck. Sich mit der Mauer auseinanderzusetzen, ohne ihren Zweck zu benennen, ist unredlich.

Eine Mauer ist kein schöner Anblick und bringt manche Beschwernisse mit sich. Die Mauer bzw. der Sicherheitszaun in Israel ist jedoch bei weitem nicht die einzige auf der Welt. Wir fragen uns deshalb, wo Banksys kritische Installationen an der Mauer zwischen Saudi-Arabien und Irak, zwischen Indien und Pakistan oder dem befestigten Grenzzaun zwischen der spanischen Stadt Ceuta und Marokko bleiben. Wer nur auf „den Juden“ unter den Staaten mit dem Finger zeigt, wendet gegenüber Israel andere Maßstäbe an als bei anderen Staaten und verbreitet diskriminierende Vorurteile.
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Einladung: Besuch der Stuttgarter Synagoge

Wir freuen uns über Ihr Interesse am Judentum und laden Sie zu einer Führung durch die Stuttgarter Synagoge herzlich ein. Michael Kashi, Vorstandsmitglied der IRGW und der DIG, wird uns die Synagoge vorstellen.

 

Führung: Michael Kashi, Vorstandsmitglied der IRGW

Zeit: Donnerstag, 23. Januar 2020, 17 Uhr

Ot: Haus der im Haus der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg (IRGW), Hospitalstraße 36, 70174 Stuttgart

Anmeldung bis spätestens 16.01.2020 an baerbel.illi@t-online.de

 

Wir freuen uns über Ihr Interesse am Judentum und laden Sie zu einer Führung durch die Stuttgarter Synagoge herzlich ein. Michael Kashi, Vorstandsmitglied der IRGW und der DIG, wird uns die Synagoge vorstellen.

Treffpunkt ist am 23.1.20., 17 Uhr im Vorraum der Synagoge. Alle Männer werden gebeten eine Kopfbedeckung mitzubringen. Die Führung wird ca. 1,5 Stunden dauern. Bitte bringen Sie Ihren Personalausweis mit und zeigen Sie ihn auf Verlangen vor. Die Führung ist kostenfrei.

Nach dem Besuch der Synagoge kann im Gemeinderestaurant Teamim (Gewürze) um 18:30 Uhr ein Abendessen eingenommen werden. Gereicht wird ein

Israelischer Teller
Gefillte Fisch, Chren, 3 Kugeln Falafel, Matbucha, Humus, Tehina, israelischer Salat, Karottensalat (alles nach israelischer Art zubereitet). 14 € pro Person.

Maximal 30 Personen können an dem Abendessen teilnehmen. Deshalb ist eine Vorbestellung erforderlich. Wenn Sie am Abendessen teilnehmen möchten, geben Sie es bitte bei der Anmeldung zum Synagogenbesuch an.

Um eine schriftliche Anmeldung per Mail wird gebeten. Wer nicht Mitglied der DIG ist, gebe bitte die Postadresse bei der Anmeldung mit an.

Youth Against Antisemitism

Vortrag und Konzert

Zeit: Samstag, 30. November 2019, 19.30 Uhr

Ort: KOMMA Kultur Esslingen, Maillestraße 5-9, 73728 Esslingen

Eintritt: Frei

Veranstalterinnen: KOMMA Kultur Esslingen, Junges Forum der DIG Region Stuttgart e.V., Emanzipation und Frieden e.V.

Unterstützt wird der Abend von der Amadeu Antonio Stiftung und präsentiert vom Freien Radio für Stuttgart.

Im Zentrum steht dieses Jahr ein Vortrag von Jakob Baier. Der 1986 in Berlin gebohrene Politikwissenschaftler forscht an der Justus-Liebig-Universität Gießen zum Thema Antisemitismus in Kunst, Kultur und Medien. Zuvor war er Lehrbeauftragter für deutsch-jüdische Bildungsgeschichte sowie für die jüngere Geschichte und Gegenwart des Antisemitismus an der Universität Kassel. Als Doktorand arbeitet er derzeit an seinem Dissertationsprojekt über Antisemitismus im deutschsprachigen Gangsta-Rap.

Zu finden Jakob Berger in dieser durchaus sehenswerten Dokumentation.

Nach dem Vortrag feiern wir mit dem Berliner Audiolith Act Tubbe (Elektropop). Abgerundet wird der Abend mit DJs, israelischem Essen und Getränken.

Audio: Zur instrumentellen Israelsolidarität der AfD

Vortrag gehalten am 14.10.2019 von Dr. Marc Grimm in Esslingen – Hier mehr Informationen zur Veranstaltung.

 

 

An den Mobilisierungskampagnen und Wahlkämpfen rechtsradikaler Parteien in Europa ließ sich in den letzten Jahren beobachten, dass der Antisemitismus hinter den Themen Islam, Einwanderung und nationale Identität zurückgetreten ist. Im gleichen Zeitraum wuchs die Zahl rechtsradikaler Parteien und Gruppierungen, die ihre Solidarität mit Israel bekunden und sich jüdischen Organisationen als Bündnispartner im Kampf gegen den Islam empfehlen. Es blieb abzuwarten, wie die noch junge AfD auf antisemitische Vorfälle in den eigenen Reihen reagieren würde.

Der Vortrag wird zeigen, dass das Verhältnis der AfD zum Antisemitismus mittlerweile geklärt ist. Um die thematischen Schwerpunkte des Antisemitismus innerhalb der AfD zu beleuchten wird der antisemitische Gehalt der von der AfD kolportierten Gesellschaftsbilder sowie deren Vergangenheitspolitik in den Blick genommen, die vor allem von Erinnerungs- und Schuldabwehr geprägt ist. Zudem werden die positiven Bezugnahmen auf Israel und Judentum und die Gründung der Vereinigung Juden in der AfD (JAfD) in die Betrachtung einbezogen.
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